Hilfe! Mein Partner versteht mich nicht!

In einer Beziehung prallen 2 unterschiedliche Energien aufeinander. Das Yin der Frau und Yang des Mannes. Wir sind beide so individuell und einzigartig, dass es nur natürlich erscheint, wenn wir auf unterschiedlichen Ebenen miteinander kommunizieren. Das führt  aus der Natur der Sache dazu, dass wir uns hin wieder nicht richtig verstehen.

Doch Kommunikation ist keine Einbahnstrasse sondern hier gibt es auch oft Gegenverkehr. Wir kommen zusammen als EINS in einer Beziehung, obwohl wir nach wie vor ZWEI individuelle Wesen sind, die ihr eigenes Leben haben. Spannend wird es vor allem dann, wenn einer der Partner eine neue Gewohnheit versucht in der Beziehung zu etablieren. Insbesondere in dem Monat der guten Vorsätze, Januar, kommen wir mit so vielen tollen Ideen daher, die wir in kommenden Jahr alle umsetzen wollen.

Warum sind neue Gewohnheiten wertvoll für die Beziehung?

In einer Beziehungen unternehmen wir liebend gerne Dinge gemeinsam. Gleichwohl ist es wundervoll, dass wir unterschiedliche Interessen haben, dir wir unabhängig von einander wahrnehmen können und auch sollen. Neue Gewohnheiten helfen uns dabei unsere Komfortzone zu verlassen. Diese Gewohnheiten können zum Beispiel sein: sich ausgewogner zu ernähren, eine aktivere Freizeitgestaltung zu haben oder sich weiter zu bilden in Seminaren und Ausbildungen. Was sehr spannend klingt stößt nicht immer sofort auf unmittelbare Gegenliebe.

Eine Beziehung ist keine Abhängigkeit sondern gegenseitige Unterstützung, Anerkennung und Wertschätzung. Besitzdenken und unseren Partner vereinnahmen zu wollen schadet dem gesunden Wachstum einer glücklichen Beziehung. Du bist Du und dein Partner ist dein Partner. Wir sind nicht füreinander in erster Instanz verantwortlich, denn jeder Mensch ist zuerst verantwortlich für sein Leben. Eine Beziehung ist ein Konstrukt wo beide Partner geben.

Loslassen von den Ketten des Verstandes hin zu der Wärme und Leidenschaft des Gefühls. Das was uns oft dabei hindert mit Neuem umzugehen ist unsere Komfortzone, denn wenn wir diese verlassen bekommen wir es schnell mit der Angst zu tun. Angst von Veränderung und damit eine Art von Kontrollverlust. Wir wissen schlichtweg nicht was passiert. Das Unbekannte macht sich breit.

Wir glauben zum Beispiel, dass sich unser Partner sehr verändert. Selbst verständlich wird er das. Genauso werden wir es auch. Das ganze Leben besteht ausschließlich aus Veränderungen. Das ist auch gut so, denn alles ist Entwicklung. Wenn sich etwas nicht entwickelt dann wird es fad und stirbt letztendlich. Wenn wir eine langlebige und erfüllte Beziehung führen wollen, dann ist die Entwicklung sehr wichtig. Offenheit und Vertrauen meinem Partner gegenüber und das Verständnis und die Akzeptanz, denn all diese Dinge sind Ausdruck von Liebe.

Was tue ich bei Widerstand meines Partners?

Widerstand des Partners ist in vielen Fällen mangelndes Verständnis. Das bedeutet nichts anderes, als das er nicht versteht worum es hier eigentlich gerade geht. Die Frage, die wir uns hierbei immer stellen wäre: Wie habe ich meinem Partner erklärt, dass ich mich gerne weiterentwickeln möchte für mich und die Beziehung? Meistens haben wir uns schon lange vorher mit einem bestimmten Thema beschäftigt und unser Partner logischerweise eher nicht.

Wenn wir ihm also nicht vor den Kopf stoßen wollen, dann liegt es an uns selbst, ihm zu erklären warum ich gerne etwas verändern möchte. Mit unserer Offenheit signalisieren wir wirkliches Interesse and den Vorlieben unseres Partners. Das kann durchaus sehr spannend sein, denn wir lernen dadurch neue Dinge kennen, die uns selbst sogar bereichern können. Lass uns unsere eigenen Erfahrungen sammeln. Vielleicht schaffen wir auch eine WIN- WIN Situation.

Das heisst wenn ich beispielsweise  ab jetzt regelmässig zum Sport gehe schaffe ich mir dadurch einen tollen Stressausgleich und kann mich mit positiver Energie meinem Partner widmen ohne die Sorgen bei ihm „abzulassen“. Als liebevoller empfangender Partner sind wir gerne offen für neue Impulse in einer Beziehung, insbesondere dann, wenn wir merken, dass es unserem Gegenüber wirklich gut geht. Warum sollten wir unserem Partner etwas absprechen, was ihm wirklich gut tut?

Wenn wir das tun, dann ist das Mangeldenken. Wir fokussieren uns zu sehr auf unseren Partner weil wir in ihm unsere Erfüllung sehen. Dabei sind wir selbst unsere Erfüllung. Zu lieben bedeutet zu geben, loszulassen und einfach zu sein und das ohne Kontrollstreben oder Mangelbewusstsein, denn das sind Boten unseres Verstandes. Aber in der Liebe hat der Verstand Pause.

Unser Meinung nach gibt es 2 Möglichkeiten

1)

Sei die Inspiration für deinen Partner, sprich mit ihm über deine Beweggründe diese neue Gewohnheit etablieren zu wollen. Halte dich von Vergleichen fern wie: „Maik und Jennifer machen das jetzt auch so und bei denen funktioniert es super“. Ihr seid ihr und niemand sonst.

Findet euren Weg den ihr gemeinsam gehen könnt. Gerade zum Anfang wäre es schön wenn der initiierende Partner den Anstoß gibt und seine „bessere Hälfte“ zum Beispiel einmal mit auf ein Seminar nimmt oder ihr gemeinsam vegetarisch kocht wenn sich einer von euch entschließt auf Fleisch zu verzichten. So verbringt ihr wertvolle Zeit miteinander ohne Stress und Verpflichtungen, weil ihr euch ausschließlich der Gewohnheit widmet.

2)

Wenn sich dein Partner partout nicht dafür erwärmen lässt eine neue Gewohnheit mit dir gemeinsam in seinen Alltag aufzunehmen, dann kannst du ihn nicht dazu zwingen. Dein Partner entscheidet das ganz von selbst ob er das irgendwann tut oder eben nicht. Auch wenn es für dich kein schönes Gefühl ist und Du dir Fragen stellst.

Redet gerne weiter drüber und erkläre wie schön und wichtig es für dich ist wenn ihr euch gemeinsam als Paar entwickelt. Akzeptiere aber genauso wenn dein Partner die ersten Schritte mit dir gemeinsam geht und dann vielleicht nicht die gleiche Hingabe und Intensität entwickelt wie Du. Jeder hat seine individuellen Interessen und Stärken.

Viel Freude bei euren neuen Gewohnheiten.

Timm

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