Wie finde ich meine Berufung?

Ich habe dazu einen sehr spannenden Podcast von Orlando Owen gehört, den Ich Dir nur wärmstens empfehlen kann. Gerade wir als Männer stellen uns diese Frage so unendlich oft, wenn wir nicht das „Glück“ hatten, sofort zu wissen wo unsere wahren Stärken liegen und welchen beruflichen Weg wir einmal gehen möchten. Ich bin mir sicher, dass die meisten, mich eingeschlossen, keinen blassen Schimmer davon hatten was Sie studieren sollten, was Sie einmal werden wollen oder was Ihnen wirklich von Herzen Freude bereitet.

Niemand bereitet uns darauf vor, daher müssen wir das selbst in die Hand nehmen uns besuchen dann ein Seminar oder lassen uns beraten. Mal Hand aufs Herz, welche Berufsberatung hat Dir genau das „vorausgesagt“ was Du heute tust?

Zum Glück gibt es dann noch den einen oder anderen Motivationsexperten, der Dir einreden will, dass du alles schaffen kannst wenn du nur willst. Es kommt nur auf dein „Mindset“ an. Dein Glaube versetzt Berge. Vertraue einfach auf das Universum. Du musst nur hart daran arbeiten. So einfach ist das allerdings nicht und ich halte diese teilweise auch „haltlose“ Motivation für den falschen Weg.

Im englischen zum Beispiel unterscheiden wir zwischen „talented“ und „skilled“. Und es kommt nicht selten vor das jemand der an hart an seinen Skill arbeitet erfolgreicher ist, als derjenige, welcher sich auf seinem Talent ausruht. Insofern stimmte die Variante mit der Motivation. Jedoch bin ich der Meinung, dass dein Talent und deine Leidenschaft ganz wesentlich darüber entscheidet, was deine Berufung ist. Dafür schauen wir uns einmal die Begriffe Talent und Stärke etwas genauer an und kommen schlussendlich in die Umsetzung.

Was bedeutet überhaupt Talent?

„Your talent is going to fail you if you are not skilled“ – Will Smith

Ein Startpianist hat einmal gesagt: „Man hat es oder eben nicht“. In der Psychologie ist man da allerdings etwas anderer Meinung, weil es wohl keinen überzeugenden Beweis dafür gibt, dass bestimmte Fertigkeiten ausschließlich angeboren sind. Der Einfluss unserer Gene ist wohl nur allgemein zu sehen und spielt eher eine untergeordnete Rolle. Ich sehe das etwas anders, denn ich bin der Meinung um eine Stärke wirklich für sich selbst ausprägen zu können brauchst du in erster Linie ein Talent beziehungsweise eine absolute Leidenschaft.

Dieses Talent ist insofern naturgegeben, als das jeder, der eine größere Begabung mitbringt, in einer bestimmte Tätigkeit, immer besser sein wird, bei gleichen Bedingungen, als der, der weniger begabt ist. Am besten erkennbar finden wir diese Eigenschaft zum Beispiel im Sport, die Anzahl von schnellkontrahierenden Muskelfasern sogenannten „Fast Twitch“ Fasern, ist angeboren. Diese Fasern bestimmen wie schnell du laufen oder wie hoch du springen kannst. Daher spricht man auch vom geborenen Sprinter. Ich persönlich hatte auch einen sehr guten Freund vom Volleyball, der nie wirklich seine Sprungkraft trainiert hatte und trotzdem aus dem Stand einen Dunking machen konnte, obwohl er nur 1,80m groß gewesen ist.

Oft höre ich auch den Satz: „Wenn du Dein Hobby zum Beruf gemacht hast – brauchst Du ja nicht mehr zu arbeiten“. Mit dieser Aussage konnte ich noch nie wirklich etwas anfangen, denn wenn ich dafür kein wirkliches Talent oder eine gewisse Leidenschaft entwickelt habe, sondern es mir einfach „nur“ Spass macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich damit nicht meine Berufung gefunden habe.

Ich persönlich erkenne ein Talent daran, wenn ich merke wie einfach mir Dinge von der Hand gehen und ich etwas tue ohne mich dafür groß anstrengen zu müssen und dabei merke wie sehr Spass es mir macht. Leichtigkeit ist dabei das Stichwort. Ich habe sozusagen ein natürlicheres Gespür für bestimmte Situationen, die ganz von selbst kommen, obwohl ich dafür nicht geübt habe.

In der Musik gibt es zum Beispiel das absolute Gehör, das heisst ich kann dir ziemlich genau eine Note vom Klang her benennen oder sie sogar singen. Ein fotografisches Gedächtnis sorgt zum Beispiel dafür, dass ich mir alles bis ins kleinste Detail merken kann und nie wieder vergesse. Das ist nicht erlernbar.

All jenes sind Talente doch wie Will Smith bereits gesagt hat dein Talent wird dir nichts nützen wenn du nicht hart daran arbeitest. Denn nur dann entwickelst Du aus deinem Talent deine wirkliche Stärke.

Was bedeutet Stärke?

„Sei dir deiner Stärken bewusst, damit Du deine Bestimmung finden kannst.“ Gary Vaynerchuck

Der Schlüssel um deine Stärke für Dich selbst zu formen liegt in der Erkennung deiner Talente und diese gilt es dann entsprechend zu fördern. Um diese Stärke zu entwickeln, hast Du Dein Talent mit Fertigkeiten, sprich praktischer Anwendung und Wissen, sprich theoretischem „Know-How“ verfeinert. Dann gibt es ja diesen Satz „Du brauchst nur 10000 Übungsstunden um eine außergewöhnliche Fähigkeit zu entwickeln“. An diesem Satz ist viel Wahres dran, denn die meisten Scheitern nicht aufgrund des Mangels an Talent, sondern wissen es nicht für sich optimal zu nutzen.

Wir sind sehr anpassungsfähig und viele Menschen scheitern, wenn dann, daran, dass sie nicht die Disziplin dafür aufbringen ihr Talent zu perfektionieren und in wahre Stärken umzuwandeln. Hierbei spielen dann die äußeren Umstände eine sehr zentrale Rolle, denn diejenigen die die besten Rahmenbedingungen haben sind auch in der Lage sich wirklich zu verbessern. Es gibt natürlich auch Ausnahmen wie so oft im Leben. Aber ein außergewöhnliches Talent gepaart mit guten Bedingungen um daran zu arbeiten ebnet den Weg für deine Berufung.

Wichtig ist zudem, dass wir erkennen, dass uns genau jene Stärken auch so einzigartig werden lassen, denn Sie gehören zu uns. Diese Stärken gilt es dann für uns zu nutzen und eine positive Bindung zu anderen Menschen aufzubauen, denn dann erlaubt es  auch in uns selbst eine positive Bindung zu kreieren.

Wie komm ich in die Umsetzung?

„Das Wort ist der Schatten der Tat“ – Sprichwort

Über 80% der Menschen befinden sich in einem Job, wo Sie ausschließlich Zeit gegen Geld tauschen und hochgradig unzufrieden mit ihrer Situation sind. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir uns damit beschäftigen was wir wirklich gerne tun wollen. Was ist denn unsere Mission auf dieser Welt? Wofür bin ich eigentlich da?

Es gibt eine Reihe von Persönlichkeitstests, die Du machen kannst um damit Hilfe in der Entscheidungsfindung zu erhalten. Wenn diese für dich funktionieren, dann ist das super. Ich wage allerdings zu behaupten, dass es für die meisten Menschen nichts bringt. Wenn wir uns selbst reflektieren um zu schauen, welche Dinge wir tun ohne, dass wir danach gefragt werden und das auch noch voller Leidenschaft, dann sind wir schon einen wichtigen Schritt weiter gekommen.

Hier sind 4 meiner Tipps, die mir selbst sehr weiter geholfen haben:

  • Frage die Menschen die dich am besten kennen und bitte Sie einfach dir ein Feedback zu dir zu geben. Was zeichnet dich aus? Wofür wirst du wahrlich gefeiert? Was sind Dinge die du noch lernen kannst? Ich denke die Antworten werden dich häufig erstaunen.
  • Frage auch gerne die Menschen die dich vielleicht noch nicht so gut kennen, wie du auf sie wirkst. Was war der erste Eindruck den diese Leute von dir hatten?
  • Gehe einmal bewusst in dich oder schaue gerne in alte Poesiealben oder auch Nachrichten von Freunden/Emails/ Briefen was diese an dir schon immer begeistert hat oder wofür du gelobt wurdest.
  • Probiere dich aus! Unser Gehirn ist erst mit 30 Jahren  vollständig entwickelt. Niemand erwartet von dir, dass du den heiligen Gral schon mit 18 Jahren kennst. Vergleiche dich nicht mit den Menschen die vielleicht schon mit 23 einen Uniabschluss haben, mit 25 den Doktortitel und mit 28 ein Haus, eine Frau und 2 Kinder. Du bist YOUnique.

Eine Berufung ergibt sich nicht sofort. Die Wenigsten wissen von jetzt auf gleich was Sie machen wollen oder haben dieses „Heureka“ Erlebnis von Archimedes, der auf einmal diesen Geistesblitz hatte.  Sehr sehr oft lernen wir erst auf unserer persönlichen Reise den wahren Sinn unseres Daseins auf dieser Welt kennen und das ist auch gut so, denn genau diese Erlebnisse helfen uns dabei anderen Menschen unsere Erfahrungen weiter zu geben.

Welchen Einfluss haben Pornos auf unsere Beziehung?

Jeder kennt es aber angeblich Niemand macht es. Pornos schauen. Als ich 8 Jahre alt war habe ich durch Zufall meinen ersten „Erotikfilm“ im Fernsehen gesehen. Einer von denen, der immer im Nachtprogramm kam befand sich auf einer VHS von der ich dachte, darauf sei ein Trickfilm.

Nun muss Ich dazu sagen, dass ich in der DDR aufgewachsen bin, wo Nacktstrände eher die Regel als die Ausnahme sind. Als Kind empfand ich das als Normal. Von daher hatte dieser Film auch keinen besonderen Einfluss auf mich. Meinen ersten richtigen Porno habe ich, glaube ich (sicher bin ich mir da nicht wirklich), mit 12 gesehen. Heimlich mit den Jungs in einem Raum eingeschlossen und dann gemeinsam geschaut. Man könnte denken, dass das jeder Junge meiner Generation erlebt hat. Zumindest wird es so häufig in unseren Medien dargestellt.

Dort lesen wir häufig Sätze wie. „Durch Pornos haben wir ein völlig falsches Bild von Sexualität bekommen.“ „Frauen verkommen dabei als Objekt der Befriedigung von Männern.“ usw.  Ja, Pornos gibt es heute über all und jederzeit. Du brauchst nur einen Computer und eine Internetverbindung und los gehts beziehungsweise ein Smartphone. Pornos sind mittlerweile so „Mainstream“ geworden, dass sie aus unser Gesellschaft nur schwer wegzudenken sind. 

Warum schauen eher Männer Pornos?

Nun es ist kein Geheimnis, dass sich damit eine Menge Geld verdienen lässt. Gerade sogenannte Amateurfilme sind bei vielen sehr begehrt, weil Sie quasi den Sex von normalen Menschen abbilden. Sex sells. Nackte Haut verkauft sich schon seit langer Zeit, denn es ist auf der einen Seite tabuisiert, aber auf der anderen Seite gerade dadurch wieder unglaublich interessant. Gerade vor allem bei uns Herren der Schöpfung.

Fast 70% aller Männer schauen sich mindestens einmal die Woche einen Porno an. Bei Frauen sind es knapp jede fünfte. Eine große Überraschung. Nun Fragen sich viele Frauen zurecht, warum schauen sich so viele Männer häufig einen Pornofilm an? Vor allem auch dann wenn Sie in einer funktionierenden und erfüllten Beziehung sind?

Ich denke, darauf gibt es keine allgemein gültige Antwort. Vielen Männer nutzen Pornos natürlich für die schnelle Masturbation, denn es reduziert Stress. Manchen ist es auch schlichtweg ein Zeitvertreib. Allerdings ist meiner Meinung nach einer der häufigsten Gründe warum Männer Pornos schauen, einfach weil es uns unterhält. Wir finden es schön uns nackte Frauen anzuschauen und driften dabei in unsere Fantasien ab. Fantasie ist ein gutes Stichwort.

Wir können durchaus unterscheiden ob die Geschehnisse in den Filmen nun sehr realitätsnah sind oder eher fiktiv und das hat generell weniger damit zu tun wie wir über Frauen generell denken. Wir erleben dabei unseren eigenen Film und stellen uns vor mitten im Geschehen selbst zu sein. Bedeutet das, dass wir Frauen dadurch abwerten? Meiner Meinung nach nicht. Natürlich habe ich auch schon viele Pornos geschaut. Hat sich dadurch mein Weltbild von Frauen verändert? Nein, das hat es nicht. Sehe ich Frauen dadurch nur als Objekte meines Triebes? Nein, tue ich nicht.

Das Interessante aber ist, dass Frauen Pornos schauen nicht selten mit „Fremdgehen“ gleichsetzen wenn sich Männer Pornos anschauen. Oder sie zweifeln dadurch an der Beziehung weil Sie denken Sie würden den Mann nicht befriedigen bzw. der Mann hat kein Spass mit ihr. Ich lasse mich mal zu der These hinreissen, dass Pornos schauen rein gar nichts mit der Qualität der Beziehung zu tun hat. Ich kenne Männer die berichten mir von einem erfüllten Sexleben und einer tollen Beziehung und konsumieren trotzdem regelmäßig die schlüpfrigen Filme.

Frauen schauen sich auch hin und wieder einen Sexfilm an oder finden ihre Befriedigung in erotischer Literatur. Bücher wie Feuchtgebiete oder Fifty Shades of Grey, mittlerweile  auch verfilmte Bestseller, werden wesentlich mehr von Frauen gelesen bzw. manche Männer lese es ihren Frauen gerne vor. Daher denke ich, dass es gerade in Sachen der sexuellen Befriedigung bei Männern und Frauen, wenn dann, kaum wesentliche Unter-schiede gibt.

Wann wird der Pornokonsum zum Problem?

Obwohl ich mir auch schon viele Pornos angeschaut habe, bin ich der Meinung, dass Pornos weniger der Beziehung schaden, sondern generell für uns ein individuell ein Problem werden können, weil wir Sex beziehungsweise Befriedigung mit Orgasmus gleichsetzen. Dieses Orgasmusdenken verwechseln wir mit Intimität und gutem Sex, denn wir gehen fälschlicherweise davon aus, dass wir nur dann guten Sex haben wenn beide Partner zum Orgasmus kommen. Das vermittelt uns schließlich der Porno.

Das heisst unser Kopf pflanzt uns Gedanken ein, die unser Sexleben behindern. Anstatt in unseren Körper zu kommen und unseren Partner wirklich zu fühlen und wahrzunehmen überlegen wir eher: Welche Stellung kommt jetzt als nächstes? Fühlt es sich so gut an? Warum stöhnt sie oder er nicht? Und so weiter. Wenn es als darum geht sich in voller Intimität, Hingabe und Gefühl meinem Partner zu öffnen, dann sollten wir Abstand von Pornos nehmen.

Pornos können allerdings auch leicht als Rechtfertigung genommen werden, warum es  in der Beziehung nicht funktioniert. Die Frage ist dann allerdings: Liegt das wirklich am Sexfilm an sich oder steckt etwas anderes dahinter, weil selbst wenn keiner von beiden jemals ein Porno geschaut hätte, würde die Beziehung dann besser sein? Eher nicht. Häufig höre ich auch Sachen wie: „Wenn er Pornos schaut, dann kann ich ihm nicht mehr vertrauen.“ Meiner Meinung nach haben Pornos nichts mit Vertrauen zu tun. Letztlich geht es darum, dass ihr als Paar gemeinsam darüber sprecht, wenn es einen von euch wirklich stört.

An die Damenwelt: Liebe Frauen. Ihr seid so wundervolle und tolle Wesen. Und wir Männer sind einfach nur unglaublich dankbar, dass es euch gibt. Ihr schadet euch eher selbst, wenn ihr anfangt euch mit den Frauen im Film zu vergleichen oder dass ihr euch nun unter Druck gesetzt fühlt, weil ihr nicht das macht was die Damen dort zeigen.  Jeder Mann der bei klaren Verstandes ist vergleicht nicht und würde das auch nicht von euch verlangen, denn er kann zwischen Realität und Fiktion durchaus unterscheiden. Und wenn ja, dann ist er einfach ein Idiot. Was aber nicht am Porno selbst liegt sondern ein generelles Problem ist was er hat.

Was gilt es zu tun?

Generell schauen wir uns ja Pornos für uns privat an. Das bedeutet warum bei unserem Partner in dessen Privatsphäre schnüffeln? Das findet niemand toll. Wenn wir als Männer wieder lernen was es heisst in unseren Körper zu kommen, dann können wir den besten und längsten Orgasmus unseres Lebens allein durch Berührungen bekommen. Findet es doch gerne als Paar gemeinsam heraus.

Kommunikation ist für alles in einer Beziehung ein unverzichtbares Tool. Sprecht darüber.

Vor allem dann, falls ihr unzufrieden mit eurem Sexleben seid. Wie schön ist es denn wenn man gemeinsam neue Dinge ausprobieren kann und neue Wege geht.  Habt gemeinsam Spass und seid ehrlich zu einander. Einige Pärchen schauen sich gerne Pornos gemeinsam an um daraus Inspiration zu sammeln. Wenn es funktioniert, dann ist das doch vollkommen okay. Guckt bitte genau hin ob das „Problem“ wirklich der Pornokonsum ist oder ob etwas anderes dahinter steckt.

Für uns Männer. Meidet die Sexfilme Jungs. Ihr wisst nicht was euch entgeht wenn ihr  wieder anfangt eure Partnerin bewusst wahrzunehmen, wirklich zu spüren und euch Zeit zu lassen. Natürlich darf es auch einmal die „quick & dirty“ Nummer sein. Aber grundsätzlich entsteht wirkliche Intimität und Verbindung zu unserer Partnerin nur über das bewusste Einlassen. 

Mein Ego – Freund oder Feind

„Der Tod des Egos wird der Beginn deines wahren Lebens sein.“ – Osho.

Ich habe mich des Öfteren gefragt was bedeutet das eigentlich. Heisst das nun, dass mein Ego gut oder schlecht ist?  Jeder von uns kennt diese Sätze „Der Typ ist mir unsympathisch, der hat voll das große Ego“ oder „der ist ja voll ein Egoist“.

Jeder Mensch hat sein individuelles Ego und es bedeutet ICH! Also gehört mein Ego zu mir. Ich kann es schlecht wegschieben, wenn ich es gerade nicht brauche. Aber ich kann lernen es anzunehmen und damit umzugehen.

Als kleines Kind sind wir völlig frei von diesem „Kopfdenken“, denn wir nehmen unsere eigene Wahrheit wie Sie uns gefällt, wir sind höchstens von unseren Instinkten gehemmt.

Das EGO beziehungsweise Selbstbild entsteht durch die Prägungen die wir durch unsere Eltern, Freunde, Bekannte, Schule usw. erfahren. Wir beginnen uns in das Regelwerk der Gesellschaft anzupassen und ins Abhängigkeit unseres Verstandes zu begeben.

Ursprünglich wollte unser EGO, dass wir überleben. Aber in einer modernen Gesellschaft haben wir ganz andere Probleme, denn wir finden alles im Überfluss. Aufgrund von der nun entstandenen Langeweile widmet sich das EGO heute eher anderen Aufgaben. Zum Beispiel wie wir von außen wahrgenommen werden, Vergleiche mit anderen und die  Profilierung. Kritik lehnen wir eher ab, denn eigentlich haben wir doch alles richtig gemacht.

Wir erstellen unsere eigene, meist unwirkliche Realität aus Erfahrungen und Dingen, die mittlerweile Teil unseres selbst geworden sind. Wissen, Besitzdenken, Fähig- und Fertigkeiten. Wir kreieren ein Bild von uns, wie wir tatsächlich gar nicht sind. Wenn unser EGO zum Vorschein kommt ist es leicht auszumachen durch Gefühle wie Unzufriedenheit, Neid, Gier, Eifersucht, Angst um nur einige zu nennen.

Da wir unser Ego aber nicht einfach so abstellen können, sollten wir vernünftigerweise lernen damit sinnvoll umzugehen, den diejenigen die damit ein Problem haben, haben schlichtweg nicht akzeptiert, dass es zu Ihnen gehört.

Eine Möglichkeit wäre, sich mit unserem EGO anzufreunden und die Gründe zu erkennen warum es da ist und warum nicht, sodass wir die Kontrolle behalten und uns nicht ausliefern lassen. Wir sollten uns verinnerlichen, dass das EGO zu uns gehört und wir brauchen es um in unser eigenen persönlichen Entwicklung voranzukommen. Eine unmittelbare Verurteilung, wenn wir auch einmal egoistisch sind bringt uns nichts und es gibt durchaus den positiven Egoismus.

In dieser Podcast folge widme ich mich ausführlich dem EGO Thema:

https://youtu.be/0lh1qBjbRtQ 

Hier findest du ein paar Tipps für dein positives EGO und ich lade dich dazu ein dir bewusste Fragen zu stellen.

I)    Bewusst Zeit nehmen um uns mit uns selbst zu beschäftigen

Wir setzen uns oft mit allem Möglichen auseinander. Nur nicht mit uns selbst. Daher wird es Zeit, dass wir endlich damit zuerst beginnen.

  • Was sind meine Wünsche und Bedürfnisse?
  • Wo will ich überhaupt hin in meinem Leben und was ist meine Mission?
  • Welchen Traum habe ich?

II)   Kann ich diesen Perfektionismus bitte einmal sprechen

Wir sind alles sowas von weit davon entfernt perfekt zu sein. Ist das nicht wundervoll? Jeder hat seine Stärken und Schwächen die uns zu ganz besonderen Menschen machen.

  • Was kann ich richtig gut und was macht mir Spass?
  • Woran kann ich noch arbeiten um diese Fähigkeit zu verbessern?

III)   Verantwortung für unsere Entscheidungen übernehmen

Wenn wir Dinge in unserem Leben verändern möchten so sollten wir lernen für unser Handeln einzustehen. Den ob Erfolg oder Misserfolg, es liegt einzig und allein bei uns.

  • Was möchte ich konkret ändern in meinem Leben?
  • Auf welche Entscheidung bin ich wirklich stolz?

IV)   Die Verbindung mit anderen Menschen

Wir sind alle soziale Wesen auch wenn uns so manche Literatur vom Gegenteil überzeugen will. Der Umgang  mit anderen Menschen braucht Zeit, Anerkennung und Wertschätzung, damit wir uns wohl fühlen.

  • Habe ich ein bereicherndes Umfeld?
  • In wessen Gegenwart fühle ich mich besondern wohl?

V)   Die Kommunikation geht von uns aus

Mit anderen Menschen achtsam und respektvoll zu sprechen gestaltet sich nicht immer so leicht wie wir uns das wünschen. Helfen können dabei Botschaften, die von mir ausgehen und nicht mit dem Finger auf den anderen zeigen.

  • Rede ich offen und ehrlich über meine Gefühle?
  • Was hindert mich daran mit anderen über mein Innerstes zu sprechen?

Insbesondere in einer Beziehung wo zwei Menschen mit 2 Egos aufeinander prallen ist das EGO häufig ein Problem.Wenn wir uns bewusst machen, dass sich unser Kopf zu oft in unser Handeln einschaltet, dann geben wir dem EGO weniger Raum sich zu entfalten. Da wir in Resonanz leben sollten wir auf innere Entdeckungsreise gehen um zu schauen wer wir sind, damit wir ein Leben in Fülle führen können.

Ein schöner Weg dazu ist beispielsweise Dankbarkeit in unser tägliches Tun zu integrieren.

Remember to always leave footprints of kindness.

Wieso kannst Du nicht endlich einmal Gefühle zeigen?

Hm, ich verstehe die Frage irgendwie nicht. Schliesst sich das nicht gegenseitig aus? Ich weiss nicht warum es dieses Mantra gibt, dass Männer keine Gefühle haben dürfen oder können. Wir sind doch auch nur Menschen. In unsere Kindheit werden wir sehr schnell auf Erfolg programmiert. Eine große Karriere soll es sein. Anwalt, Arzt oder Unternehmensberater. Was auch sonst oder gibt überhaupt noch andere Berufe? Wenn ich mich mit meinen Jungs treffe, dass sprechen wir nicht darüber wie es uns geht, außer vielleicht die oberflächlich Frage: Alles gut bei dir? Und danach berichtet jeder von seinen tollen Erfolgen und warum wir zurecht die Elite der Evolution sind. Mehr davon erfährst du in dem Podcast Folge 18 – 9 Issues Why Men have Trouble Showing Their Feelings.

Warum kannst du nicht endlich mal ein Mann sein?

So noch schnell den Autoreifen wechseln – dann noch Blumen für meine Partnerin holen – auf dem Weg ab ins Fitnesstudio – danach nur gesunden Bio-Lebensmittel im Supermarkt einkaufen – zwischendurch Kundentelefonate führen und das Business regeln – und am Ende des Tages meinem Kind eine GuteNachtgeschichte vorlesen.

Wenn wir uns vorstellen, was es wirklich bedeutet in der heutigen Zeit ein Mann zu sein, so sollten wir komplett umlernen. Nicht nur Frauen sondern auch Männern müssen endlich wieder zu sich finden, um nicht im „Emanzipation-Genderwahn“ zu Frauen 2ter Klasse zu mutieren. Den Schritt dazu erfährst du in dem Podcast Folge 20 – What does it mean to be a Man? (Englisch).